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  • sarahberoudyoga

Persönlicher Erfahrungsbericht

Noch vor einigen Jahren war ich davon überzeugt, dass ich niemals vor einer Menschengruppe stehen und unterrichten würde. Erst recht nicht Yoga. Seit einem Jahr darf ich nun mein Yogawissen an andere Menschen weitergeben und das, was ich durch Yoga gelernt habe und immer wieder aufs Neue lerne: Wir sind zu viel mehr fähig, als wir uns selbst zugestehen.


Mein Weg zu Yoga


Sport ist schon lange ein wichtiger Bestandteil meines Lebens. Während eines zweijährigen Auslandaufenthaltes in den USA begann ich mit intensivem Fitness- und Intervalltraining. Damals besuchte ich während meinen Ruhetagen gelegentlich Yogakurse. Total gepackt hatte es mich aber noch nicht.

Zurück in der Schweiz war ich mit grossen Veränderungen in meinem Privatleben konfrontiert, die ich als sehr schmerzhaft erlebte. Anstatt mich damit auseinanderzusetzen, rannte ich wortwörtlich davon und lebte hauptsächlich für den Sport und das Studium. Glücklicherweise nutzte ich auch das Sportangebot der Universität und entdeckte dort eine tolle Yogalehrerin. Anfangs ging es mir lediglich um den sportlichen Aspekt und ich bevorzugt die dynamischen Lektionen. Erst später erkannte ich, dass mir Yoga auf einer viel tieferen Ebene hilft.


Auswirkungen von Yoga auf Körper und Geist


Yoga führt zu mehr Flexibilität, das ist weit bekannt. Ich bin auch stärker geworden, habe eine bessere Körperwahrnehmung und -haltung sowie eine bessere Verdauung. Durch die regelmässige Yogapraxis hat sich aber nicht nur mein Körper verändert. Ich habe endlich gelernt den Blick nach innen zu richten, anstatt vor meinen Gefühlen zu fliehen. Die Ausübung von Asanas lehrt mich einen achtsamen und urteilslosen Umgang mit mir selbst und hilft mir ins Hier und Jetzt anzukommen. Besonders während stressigen oder belastenden Situationen, in denen ich Mühe habe abzuschalten, ist das sehr hilfreich. Yoga hilft mir dabei, den Geist wieder zu fokussieren und zu mir in den Körper zurückzukommen. Im Allgemeinen bin ich dadurch viel ausgeglichener als früher. Ich habe gelernt, toleranter zu sein und nehme das Leben mit mehr Gelassenheit.


Der emotionale Weg


Yoga ist erst seit meiner 200h-Ausbildung im letzten Sommer richtig tief in mir verankert. Während dem Yoga Teacher Training wurde natürlich viel gedehnt, geschwitzt und meditiert. Wir haben aber auch gelacht, einige Tränen vergossen und intensive Gespräche geführt. Ich habe vieles gelernt über Yoga und über mich. Ursprünglich wollte ich mit der Ausbildung meine eigene Praxis vertiefen und hatte gar nicht im Sinne zu unterrichten; das hätte ich mir gar nie zugetraut. Nach dem Abschluss hatte ich dann doch den Wunsch, meine Erfahrungen mit Yoga weiterzugeben. Das nötige Selbstbewusstsein dafür kam durch die ständige Unterstützung meiner Freunde und Familie und durch die Yogapraxis selbst. Je länger ich Yoga praktiziere, desto (selbst-)bewusster gehe ich durchs Leben. Durch Yoga habe ich erkannt, dass ich hoch fliegen kann... schliesslich habe ich mit Geduld und Mitgefühl auch scheinbar unmögliche Yogaposen wie die fliegende Taube hingekriegt.


Namasté,


Sarah






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